Versöhnungsweg

„Was ist denn das wieder Neues?“ So mag es an einigen Tischen der Viertklässler geklungen haben, als die Einladung zum Versöhnungsweg, den wir an zwei aufeinander folgenden Samstagen im Juni (1. bzw. 8.6.) feiern werden.

Versöhnung ist die genauere – und für mich auch treffendere - Übersetzung aus dem Lateinischen für das Sakrament, das wir meist als Beichte bezeichnen. Versöhnung mit sich selbst, mit der Gemeinschaft und mit Gott stehen nach wie vor im Mittelpunkt dieser Feier. Allein die Form ist – so wie es im Laufe der Kirchengeschichte immer wieder der Fall war – eine andere. Der Versöhnungsweg ist wie der Beichtspiegel früher eine Hilfe sich wirklich auf den Weg zu machen, und so sich selber und die verschiedenen Lebensbereiche in einer ruhigen und meditativen Weise betrachten zu können. Am Schluss dieses Weges steht das persönliche Gespräch mit dem Priester und die Lossprechung.

Bereits letztes Jahr haben wir das Sakrament der Versöhnung auf diese Weise gefeiert. Für mich war es – damals als Eingeflogener aus Sursee – eine tiefe und beeindruckende Erfahrung. Und auch die Reaktionen der Kinder bzw. ihrer Eltern haben uns bestärkt, diesen Weg weiterzugehen.

 

Ruedi Heim

 

 

 

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Stand: 31.03.2006